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	<title>Märchen Online</title>
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	<description>Online Märchen</description>
	<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 11:32:06 +0000</pubDate>
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		<title>Herkunft der Inhalte und Zusatzinformation:</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 14:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Quellen &amp; Infos]]></category>

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		<title>Hans im Gl&#252;ck</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 16:43:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gebrüder Grimm]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein,“ und gab ihm ein St&#252;ck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein,“ und gab ihm ein St&#252;ck Gold, das so gro&#223; als Hansens Kopf war. Hans zog sein T&#252;chlein aus der Tasche, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin gieng und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fr&#246;hlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach,“ sprach Hans ganz laut, „was ist das Reiten ein sch&#246;nes Ding! da sitzt einer wie auf einem Stuhl, st&#246;&#223;t sich an keinen Stein, spart die Schuh, und kommt fort, er wei&#223; nicht wie.“ Der Reiter, der das geh&#246;rt hatte, hielt an und rief „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fu&#223;?“ „Ich mu&#223; ja wohl,“ antwortete er, „da habe ich einen Klumpen heim zu tragen: es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch dr&#252;ckt mirs auf die Schulter.“ „Wei&#223;t du was,“ sagte der Reiter, „wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd, und du gibst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern,“ sprach Hans, „aber ich sage euch ihr m&#252;&#223;t euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold und half dem Hans hinauf, gab ihm die Z&#252;gel fest in die H&#228;nde und sprach „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mu&#223;t du mit der Zunge schnalzen, und hopp hopp rufen.“</p>
<p>Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferde sa&#223; und so frank und frei dahin ritt. &#220;ber ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und fieng an mit der Zunge zu schnalzen und hopp hopp zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und ehe sichs Hans versah, war er abgeworfen und lag in einem Graben, der die &#196;cker von der Landstra&#223;e trennte. Das Pferd w&#228;re auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten h&#228;tte, der des Weges kam und eine Kuh vor sich hertrieb. Hans suchte seine Glieder zusammen und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrie&#223;lich und sprach zu dem Bauer „es ist ein schlechter Spa&#223;, das Reiten, zumal, wenn man auf so eine M&#228;hre ger&#228;th wie diese, die st&#246;&#223;t und einen herabwirft, da&#223; man den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gem&#228;chlichkeit hinter her gehen und hat obendrein seine Milch, Butter und K&#228;se jeden Tag gewi&#223;. Was g&#228;b ich darum, wenn ich so eine Kuh h&#228;tte!“ „Nun,“ sprach der Bauer, „geschieht euch so ein gro&#223;er Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh f&#252;r das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein: der Bauer schwang sich aufs Pferd und ritt eilig davon.</p>
<p>Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her und bedachte den gl&#252;cklichen Handel. „Hab ich nur ein St&#252;ck Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mirs beliebt, Butter und K&#228;se dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, a&#223; in der gro&#223;en Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags und Abendbrot, rein auf, und lie&#223; sich f&#252;r seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze ward dr&#252;ckender, je n&#228;her der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz hei&#223;, so da&#223; ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen d&#252;rren Baum, und da er keinen Eimer hatte, so stellte er seine Lederm&#252;tze unter, aber wie er sich auch bem&#252;hte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Und weil er sich ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterf&#252;&#223;e einen solchen Schlag vor den Kopf, da&#223; er zu Boden taumelte und eine zeitlang sich gar nicht besinnen konnte wo er war. Gl&#252;cklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das f&#252;r Streiche!“ rief er und half dem guten Hans auf. Hans erz&#228;hlte was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach „da trinkt einmal und erholt euch. Die Kuh will wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das h&#246;chstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei,“ sprach Hans, und strich sich die Haare &#252;ber den Kopf, „wer h&#228;tte das gedacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was gibts f&#252;r Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein h&#228;tte! das schmeckt anders, dabei noch die W&#252;rste.“ „H&#246;rt, Hans,“ sprach da der Metzger, „euch zu Liebe will ich tauschen und will euch das Schwein f&#252;r die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft“ sprach Hans, &#252;bergab ihm die Kuh, lie&#223; sich das Schweinchen vom Karren losmachen und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.</p>
<p>Hans zog weiter und &#252;berdachte wie ihm doch alles nach Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrie&#223;lichkeit, so w&#252;rde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich danach ein Bursch zu ihm, der trug eine sch&#246;ne wei&#223;e Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fieng an von seinem Gl&#252;ck zu erz&#228;hlen und wie er immer so vortheilhaft getauscht h&#228;tte. Der Bursch erz&#228;hlte ihm da&#223; er die Gans zu einem Kindtaufschmaus br&#228;chte. „Hebt einmal,“ fuhr er fort, und packte sie bei den Fl&#252;geln, „wie schwer sie ist, die ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten bei&#223;t, mu&#223; sich das Fett von beiden Seiten abwischen.“ „Ja,“ sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, sch&#252;ttelte auch wohl mit dem Kopf. „H&#246;rt,“ fieng er darauf an, „mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig sein. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich f&#252;rchte, ich f&#252;rchte, ihr habts da in der Hand. Sie haben Leute ausgeschickt, und es w&#228;re ein schlimmer Handel, wenn sie euch mit dem Schwein erwischten: das geringste ist, da&#223; ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang, „ach Gott,“ sprach er, „helft mir aus der Noth, ihr wi&#223;t hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da und la&#223;t mir eure Gans.“ „Ich mu&#223; schon etwas aufs Spiel setzen,“ antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld sein da&#223; ihr ins Ungl&#252;ck gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand und trieb das Schwein schnell auf einen Seitenweg fort: der gute Hans aber gieng, seiner Sorgen entledigt, mit der Gans unter dem Arme der Heimath zu. „Wenn ichs recht &#252;berlege,“ sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vortheil bei dem Tausch: erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die heraustr&#228;ufeln wird, das gibt G&#228;nsefettbrot auf ein Vierteljahr: und endlich die sch&#246;nen wei&#223;en Federn, die la&#223; ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“</p>
<p>Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, sein Rad schnurrte, und er sang dazu „ich schleife die Scheere und drehe geschwind,</p>
<p>und h&#228;nge mein M&#228;ntelchen nach dem Wind.“</p>
<p>Hans blieb stehen und sah ihm zu; endlich redete er ihn an, und sprach „euch gehts wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.“ „Ja,“ antwortete der Scheerenschleifer, „das Handwerk hat einen g&#252;ldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die sch&#246;ne Gans gekauft?“ „Die hab ich nicht gekauft, sondern f&#252;r mein Schwein eingetauscht.“ „Und das Schwein?“ „Das hab ich f&#252;r eine Kuh gekriegt.“ „Und die Kuh?“ „Die hab ich f&#252;r ein Pferd bekommen.“ „Und das Pferd?“ „Daf&#252;r hab ich einen Klumpen Gold, so gro&#223; als mein Kopf, gegeben.“ „Und das Gold?“ „Ei, das war mein Lohn f&#252;r sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewu&#223;t,“ sprach der Schleifer, „k&#246;nnt ihrs nun dahin bringen, da&#223; ihr das Geld in der Tasche springen h&#246;rt, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Gl&#252;ck gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans „Ihr m&#252;&#223;t ein Schleifer werden, wie ich; dazu geh&#246;rt eigentlich nichts, als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist zwar ein wenig schadhaft, daf&#252;r sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben; wollt ihr das?“ „Wie k&#246;nnt ihr noch fragen,“ antwortete Hans, „ich werde ja zum gl&#252;cklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da l&#228;nger zu sorgen?“ reichte ihm die Gans hin, und nahm den Wetzstein in Empfang. „Nun,“ sprach der Schleifer, und hob einen gew&#246;hnlichen schweren Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr noch einen t&#252;chtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen l&#228;&#223;t, und ihr eure alten N&#228;gel gerade klopfen k&#246;nnt. Nehmt hin und hebt ihn ordentlich auf.“</p>
<p>Hans lud den Stein auf und gieng mit vergn&#252;gtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, „ich mu&#223; in einer Gl&#252;ckshaut geboren sein,“ rief er aus, „alles was ich w&#252;nsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war, begann er m&#252;de zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude &#252;ber die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit M&#252;he weiter gehen und mu&#223;te jeden Augenblick Halt machen; dabei dr&#252;ckten ihn die Steine ganz erb&#228;rmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es w&#228;re, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, wollte da ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben: damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht besch&#228;digte, legte er sie bed&#228;chtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf setzte er sich nieder und wollte sich zum Trinken b&#252;cken, da versah ers, stie&#223; ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Thr&#228;nen in den Augen da&#223; er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihn auf eine so gute Art und ohne da&#223; er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit h&#228;tte, die ihm allein noch hinderlich gewesen w&#228;ren. „So gl&#252;cklich wie ich,“ rief er aus, „gibt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter war.</p>
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		<title>Der Wolf und die sieben jungen Geislein</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 09:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gebrüder Grimm]]></category>

		<category><![CDATA[grimm]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Geis hatte sieben Junge, die sie gar lieb hatte und sorgf&#228;ltig vor dem Wolf h&#252;tete. Eines Tags, als sie ausgehen mu&#223;te, Futter zu holen, rief sie alle zusammen und sagte: „liebe Kinder, ich mu&#223; ausgehen und Futter holen, wahrt euch vor dem Wolf und la&#223;t ihn nicht herein, gebt auch Acht, denn er verstellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Eine Geis hatte sieben Junge, die sie gar lieb hatte und sorgf&#228;ltig vor dem Wolf h&#252;tete. Eines Tags, als sie ausgehen mu&#223;te, Futter zu holen, rief sie alle zusammen und sagte: „liebe Kinder, ich mu&#223; ausgehen und Futter holen, wahrt euch vor dem Wolf und la&#223;t ihn nicht herein, gebt auch Acht, denn er verstellt sich oft, aber an seiner rauhen Stimme und an seinen schwarzen Pfoten k&#246;nnt ihr ihn erkennen; h&#252;tet euch, wenn er erst einmal im Haus ist, so fri&#223;t er euch alle miteinander.“  </p>
<p class="MsoNormal">Darauf ging sie fort, bald aber kam der Wolf vor die Hausth&#252;re und rief: „liebe Kinder, macht mir auf, ich bin eure Mutter und hab’ euch sch&#246;ne Sachen mitgebracht.“ Die sieben Geiserchen aber sprachen: „unsere Mutter bist du nicht, die hat eine feine liebliche Stimme, deine Stimme aber ist rauh, du bist der Wolf, wir machen dir nicht auf.“ Der Wolf ging fort zu einem Kr&#228;mer und kaufte sich ein gro&#223; St&#252;ck Kreide, die a&#223; er und machte seine Stimme fein damit. Darnach ging er wieder zu der sieben Geislein Hausth&#252;re und rief mit feiner Stimme: „liebe Kinder, la&#223;t mich ein, ich bin eure Mutter, jedes von euch soll etwas haben.“ Er hatte aber seine Pfote in das Fenster gelegt, das sahen die sieben Geiserchen und sprachen: „unsere Mutter bist du nicht, die hat keinen schwarzen Fu&#223;, wie du; du bist der Wolf, wie machen dir nicht auf.“ Der Wolf ging fort zu einem B&#228;cker und sprach: „B&#228;cker, bestreich mir meine Pfote mit frischem Teig,“ und als das gethan war, ging er zum M&#252;ller und sprach: „M&#252;ller, streu mir sein wei&#223;es Mehl auf meine Pfote.“ Der M&#252;ller sagte nein. – „Wenn du es nicht thust, so fre&#223; ich dich.“ Da mu&#223;te es der M&#252;ller thun.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Darauf ging der Wolf wieder vor der sieben Geiserchen Hausth&#252;re und sagte: „liebe Kinder, la&#223;t mich ein, ich bin eure Mutter, jedes von euch soll etwas geschenkt kriegen.“ Die sieben Geiserchen wollten erst die Pfote sehen, und wie sie sahen, da&#223; sie schneewei&#223; war und den Wolf so fein sprechen h&#246;rten, glaubten sie es w&#228;re ihre Mutter und machten die Th&#252;re auf, und der Wolf kam herein. Wie sie ihn aber erkannten, versteckten sie sich geschwind, so gut es ging, das eine unter den Tisch, das zweite ins Bett, das dritte in den Ofen, das vierte in die K&#252;che, das f&#252;nfte in den Schrank, das sechste unter eine gro&#223;e Sch&#252;ssel; das siebente in die Wanduhr. Aber der Wolf fand sie alle und verschluckte sie, au&#223;er das j&#252;ngste in der Wanduhr, das blieb am Leben.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Wie der Wolf seine Lust geb&#252;&#223;t, ging er fort, bald darauf kam die alte Geis nach Haus. Was f&#252;r ein Jammer! der Wolf war da gewesen und hatte ihre lieben Kinder gefressen. Sie glaubte sie w&#228;ren alle todt, da sprang das j&#252;ngste aus der Wanduhr, und erz&#228;hlte, wie das Ungl&#252;ck gekommen war.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der Wolf aber, weil er sich vollgefressen, war auf eine gr&#252;ne Wiese gegangen, hatte sich in den Sonnenschein gelegt und war in einen tiefen Schlaf gefallen. Die alte Geis dachte, daran, ob sie ihre Kinder nicht noch erretten k&#246;nnte, sagte darum zu dem j&#252;ngsten Geislein: „nimm Zwirn, Nadel und Scheere und folg’ mir nach.“ Darauf ging sie hinaus und fand den Wolf schnarchend auf der Wiese liegen: „da liegt der garstige Wolf,“ sagte sie und betrachtete ihn von allen Seiten, nachdem er zum Vieruhrenbrot meine sechs Kindlein hinuntergefressen hat, gieb mir einmal die Scheere her: „Ach! wenn sie noch lebendig in seinem Leibe w&#228;ren!“ Damit schnitt sie ihm den Bauch auf, und die sechs Geiserchen, die er in der Gier ganz verschluckt hatte, sprangen unversehrt heraus. Sie hie&#223; sie gleich hingehen und gro&#223;e, und schwere Wackersteine herbeitragen, damit f&#252;llten, sie dem Wolf den Leib, n&#228;hten ihn wieder zu, liefen fort, und versteckten sich hinter eine Hecke.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Als der Wolf ausgeschlafen hatte, so f&#252;hlt’ er es so schwer im Leib und sprach: „es rumpelt und pumpelt mir im Leib herum! es rumpelt und pumpelt mir im Leib herum! was ist das? ich hab’ nur sechs Geiserchen gegessen.“ Er dacht, er wollt einen frischen Trunk thun, das m&#246;gt’ ihm helfen und suchte einen Brunnen, aber wie er sich dar&#252;ber b&#252;ckte, konnte er vor der Schwere der Steine sich nicht mehr halten, und st&#252;rzte ins Wasser. Wie das die sieben Geiserchen sahen, kamen sie herzu gelaufen, und tanzten vor Freude um den Brunnen.</p>
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